All` meine Wege

Steine im Fluss

Steine, schwarze, glatte Steine sind im Fluss.
Jeder für sich eine kleine Insel, von dunklem, trüben Wasser umspült.
Jeder Stein hat seine eigene Form. Keiner sieht aus wie der andere.

Manche ragen weit heraus aus dem Wasser.
Sie scheinen riesengroß zu sein.
Nur mühsam findet das Wasser seinen Weg herum.

Von anderen sieht man nur eine kleine Spitze.
Die eigentliche Größe sieht man nicht.
Sie bleibt verborgen im dunklen, trüben Wasser.

All`meine Wege

Stuttgart Birkenkopf

von Reinhard Mey

Doch, sicher, ab und zu mach`ich mir schon Gedanken, manchmal sogar les`ich mir selber aus der Hand. um zu erfahr`n,was ich längst weiss, denn meine Schranken und meine Fehler, glaub` mir, sind mir gut bekannt. Und ich weiss auch, dass ich genau dieselben Fehler wieder und wieder machen musste, und ich seh` all`meine Wege und alle Schritte mussten dahin führ`n, wo ich steh`.

Weisst Du, ich fand mich oft zu Unrecht angegriffen, heut`scheint es, dass mich nichts mehr trifft, kaum etwas streift. Ich habe mich an meinesgleichen glatt geschliffen, so, wie das Wasser einen Stein am and`ren schleift. Doch unverwundbar bin ich dadurch nicht geworden, verschloss`ner nur, und ich geb` wen`ger von mir hin. Alles Gesagte, alles Getane machten mich zu dem, der ich bin.

Ich habe oft mit Windmühlenflügeln gefochten, wohlwissend, dass dabei der Gegner Sieger bleibt. Und gleich, wie reissend die Ströme der Zeit sein mochten, wehrte ich mich, das Stroh zu sein, das darauf treibt. Ich habe stets geglaubt, das Ruder selbst zu halten und fuhr doch nur auf vorbestimmten Bahnen hin, denn alle Hoffnung und alle Ängste mussten dahin führ`n, wo ich bin.

Ich will mich nicht nach Rechtfertigungen umsehen, ich stell`nur fest, und ich beschön`ge nichts daran. Erst recht verlang` ich nicht von Dir mich zu verstehen, wenn ich mich manchmal selber nicht verstehen kann. Eigentlich, weisst Du, wollt` ich immer nur das Beste. Doch es ist ein schmaler, gewund`ner Pfad dahin. Und mancher Zweifel, und manches Irrlicht führten mich dahin, wo ich bin.

Konzert 2008 Stuttgart

Mehr von Reinhard Mey gibt es unter seiner Website http://www.reinhard-mey.de

„Was keiner wagt"

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen,
was keiner sagt, das sagt heraus,
was keiner denkt, das wagt zu denken,
was keiner anfängt, das führt aus

wenn keiner ja sagt, sollt ihr´s sagen,
wenn keiner nein sagt, sagt doch nein,
wenn alle zweifeln, wagt zu glauben,
wenn alle mittun, steht allein

Wo alle loben, habt Bedenken,
wo alle spotten, spottet nicht,
wo alle geizen, wagt zu schenken,
wo alles dunkel ist, macht Licht.“

Aus dem 25. Studioalbum "Mairegen" von Reinhard Mey.

"Das Herz führt auch dorthin, wo es weh tut"
Eine sehr eindrückliche Kritik zu den Liedern gibt es hier>

Songs an einem Sommerabend 2011 Kloster Banz

mehr zu Songs an einem Sommerabend gibt es auch hier>
und bei Reinhard Mey>

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Wenn ich durch mein Fenster sehe...

Wenn ich durch mein Fenster schaue, Fenster meines Lebens, dann ist die Erinnerung ganz plötzlich wieder da und ich weiss, ich lebte doch keinen Tag vergebens und das Damals ist auf einmal wie zum greifen nah.
Wie ein buntes Bilderbuch, waren all die Jahre und das Wunderbare: Jeder Tag war schön.

An den ersten Flirt, denke ich noch heut, es gibt Stunden und Sekunden die man nie bereut. Wie oft fiel seitdem der Schnee, tausend mal und mehr, drehte sich die Uhr zurück, wer weiss wie es dann wär. An den ersten Flirt, denke ich noch heut, es gibt Stunden und Sekunden die man nie bereut. Darum will ich dankbar sein, was auch immer ist, neben mir gibt´s viele Menschen die das Glück vergisst.

Wenn ich durch mein Fenster schaue, Fenster meines Lebens, ja dann weiss ich, das mein Leben nicht vergebens war.
Autor: unbekannt / Zarah Leander

...uns hier kann man das Lied anhören...

"All meine Wege" führten auch nach...

Äthiopien Ein wichtiger Teil meines Lebensweges führte nach Äthiopien. In Nekempte - 350 km westlich von Addis Abeba konnte ich über 2 Jahre als Entwicklungshelfer leben und arbeiten. Krankenpflege und Krankenpflege- ausbildung in Nekempte / Äthiopien von 1992 - 1994.

Sudan August 2007-February 2008: Health delegate, German Red Cross, in Raga County, South Sudan, Raga, Western Bahr al Gazal, Deutsches Rotes Kreuz, peter Scheu

Löwenzahn ist schon seit jeher
als höchst kriegerisch verschrien,
denn er lässt bei gutem Winde
Fallschirmtruppen feindwärts ziehn.
Und ich sitz auf der Veranda
und verzehre meine Suppe
und entdecke in derselben
zwei Versprengte dieser Truppe.

Heinz Erhardt

Give Peace a Chance

Augen"Blicke" des Lebens,
meines Lebens - Erinnerungen
- an Zeiten der Aufregung und Ruhe
- an Zeiten der Gemeinsamkeit und Einsamkeit
- an Zeiten voll Lärm, an Zeiten der Ruhe
- an Zeiten der Liebe und des Verlassen-werdens
- an Zeiten des Ankommens und des Abschieds
- an Zeiten der Erinnerung und des Vergessens
- an Zeiten voll Glück, voll Leid
- an Zeiten des Suchens und des Findens
Jede Zeit gehört zum Leben
zu meinem Leben - jeden Augen"blick".


Träume und Wünsche

Ich habe Wünsche
Ich habe Träume
Ich weiss, dass manche Wünsche,
Wünsche bleiben.
Ich weiss, dass manche Träume,
Träume bleiben.

Aber es sind meine Träume und meine Wünsche,
ohne sie wäre ich nicht ich.


WACHSEN

Schön zu wissen,
dass er vielerlei Möglichkeiten gibt,
an denen ich wachsen kann.

Werde ich diese Möglichkeiten sehen ?
Werde ich diese Möglichkeiten nützen ?

Und werde ich
dann wirklich wachsen ?

Rosen im Blühenden Barok Ludwigsburg


Licht und Schatten

Licht und Schatten
Sonne und Mond
Nacht und Tag
Trauer und Freude
Wachen und schlafen
Glück und Pech
- Wie schön,
dass es Gegensätze gibt
- Wie schön,
dass man dadurch,
das Leben
bewusst erleben kann




ILLUSIONEN

- nach dem Vollkommenen streben
vollkommen sein
- wissen man ist der "Grösste"
- einfach super
- Klasse

REALITÄT

- so nah
- so klar
- so wirklich

Gut zu wissen, dass man an den Illusionen
auf dem Weg zur Realität wachsen kann

Erinnerungen an den Zugersee

Sonnenuntergang Köln-Westhoven

Mein Plätzchen am See ...

Schön ist es hier - so schön. Die letzten Strahlen der Sonne. Jeden Abend ist sie anders, andere Farben, ein anderes Licht. Doch sie ist da, genau wie ich - an meinem Plätzchen am See.

Schön ist es hier - so schön. Auch sie sind da -wie sanft sie in ihrem weissen Federkleid über das Wasser schweben-wie weisse Wölkchen am Himmel. Die stolzen Schwäne - an meinem Plätzchen am See.

Schön ist es hier - so schön. Ja, auch die Entenfamilie ist da - Vater, Mutter und drei Entenkinder -so neugierig und immer hungrig
die fröhliche Entenfamilie, an meinem Plätzchen am See.

Schön ist es hier - so schön. Sanft spiegelt sich das goldene Licht der Sonne in den kleinen Wellen auf dem See. Leise plätschert das Wasser gegen die Steine am Ufer- an meinem Plätzchen am See.

Schön ist es hier - so schön. Jeden sonnigen Sommertag genießen bis die untergehende Sonne den Tag verabschiedet- ich kann es geniessen. Danke - meinem Plätzchen am See.

Wenn ich nicht mehr hier bin, wie werde ich es vermissen - mein Plätzchen am See.

Doch stets werde ich sie haben - meine Erinnerungen, an viele schöne Tage, an meinem Plätzchen am See.

Es ist schön, wenn nach grauen nebligen Novembertagen,
die Zeit des wärmenden Lichts der Kerzen beginnt.
Der Duft von Weihnachtsgebäck und Tannengrün.
Kalte Nächte in festlich erleuchteten Straßen.
Gemützliche Abende mit wärmendem Tee
und wertvollen, besonderen Menschen.
Gedanken, Gefühle, Worte, strahlende Augen, stille Gesten.
Das alles ist so schön. Genießen wir jeden Augenblick,
genießen wir das Leben zu leben.

Colours of Spring

Aufwachen

Aufwachen aus dem Winterschlaf
- neues Leben erleben
- aufleben, aufatmen

Endlich wieder Frühling.
Wie lange habe ich ihm schon entgegengesehnt.
Doch jetzt ist er da:
- ich kann ihn fühlen
- ich kann ihn spüren
- ich kann ihn hören
- ich kann ihn sehen
- ich kann ihn riechen

Und ich freue mich, dass auch ich,
nach einem kalten Winter, wieder erblühen kann.

ICH MÖCHT’ EIN CLOWN SEIN von Hanns Dieter Hüsch

Ich möcht' ein Clown sein und immer lachen,
Ich möcht' ein Clown sein und die anderen lachen machen.
Ich möchte ein stillvergnügter Clown sein und kein grosser Held,
ein klitzekleiner Spaßmacher in unserer bitteren Welt.

Ich möchte Purzelbaum auf allen Strassen schlagen
Und nicht zu allem ja und amen sagen -
Ich möchte' eine lange Nase machen, wenn es regnet
Und mir ein bitterböser Mensch begegnet.
Ich möcht' Grimassen schneiden, wenn die Sonne scheint,
und einen Hampelmann verschenken, wenn ein Kind am Abend weint.

Ich möchte, daß die Welt mal lächelt, Eh's zu spät ist.
Ich möcht' ein Clown sein, dessen Kopf schon leicht verdreht ist.
Ich möcht' ein Clown sein, dessen Herz ein lustiger Planet ist.
Ich möcht' auf allen vieren über Dächer schleichen
Und mir die armen und die reichen Reichen
Von oben ansehn, wie sie ihre Brötchen essen
Und danach ihre Aussichten bemessen.

Ich möchte, daß sie alle lachen
Und ihrem Nachbarn keine Schande machen.
Ich möchte an den Ecken stehn,
ein Scherzo auf die Straßen streun
Zur ihren Gunsten und auf meine Kosten
Ich möchte für ein Lachen Posten stehn, auf verlorenem Posten.

Ich möchte daß die Welt mal lächelt, eh's zu spät ist.

Quelle; http://www.hüsch.org/html/clown.html

Reinhard Mey - Liederhalle Stuttgart 2005

Da ist so was wie Dankbarkeit.
Mit einem Lächeln seh‘ ich weit
Im Zeitraffer über mein Leben:
Das ist o. k. so, ja, ich denk‘
Die gute Fee hat ein Geschenk
An meiner Wiege abgegeben.
50? Ja, wohl schon –
Na, herzliche Gratulation.


Mehr von Reinhard Mey gibt es auf seiner Website http://www.reinhard-mey.de

Danke, liebe Biggi - Nightowl 1 @ flickr

"Du magst den Sonnenuntergang (habe ich in Laboe fotografiert); Du magst Mohnblumen (dieses Bild stammt aus Schwedeneck) ; Du magst die herbstlichen Farben (Gerstenfeld in Friedrichsort) und Du magst Sonnenblumen" .

Ich wünsche dir ein fröhliches Herz,
auch wenn du manchmal traurig bist:
Geh nicht achtlos vorüber.
Ärgere dich nicht über das, was dir fehlt,
sondern freue dich an dem, was du hast.
Ich wünsche dir ein Lächeln, das dich und andere froh macht.
Und ein kleines Lächeln sende ich dir.

50! Was, jetzt schon?

Dieses Lied ist erschienen auf:
Über den Wolken von www.reinhardmey.de

50! Was, jetzt schon?
Hab‘ ich nicht grade eben noch
Durch ein gemeines Taschenloch
Meinen Einkaufsgroschen verloren?
Hab‘ ich nicht eben noch ganz sacht
Wieder ‘ne Fünf nach Haus‘ gebracht
In einem Heft voll Eselsohren?
Die große Liebe gestern war‘s
Unter den Augen all der Stars
An den Wänden in meinem Zimmer!
Die Taschen leer und der Kopf voll,
Mädchen und Songs und Rock ‘n Roll.
Und wir dachten, das ist für immer.
50? Ja, wohl schon –
Und ein Kopf kleiner als mein Sohn!
50! Was, jetzt schon?
Splittert jetzt hier und da der Lack,
Bin ich jetzt auch so‘n alter Sack,
Zu dem ich und meine Gefährten
Jeden, der über zwanzig war
Gnadenlos stempelten und gar
Zum Zausel und scheintot erklärten?
Rieselt in meinem Hirn der Kalk,
Hat aus dem Nacken sich der Schalk
Verkrümelt? Frag‘ ich mich beklommen.
Hat meine Jugend über Nacht
Sich leise aus dem Staub gemacht
Und ich hab‘s gar nicht mitbekommen?
50? Ja, wohl schon –
Die reifere Generation!


50? Was, Jetzt schon?
Nun, auch ein großer Optimist
Weiß, daß dies nicht die Halbzeit ist.
So schnell ging das! Denk‘ ich verwundert.
Und manchmal schmunzl‘ ich in mich rein:
Wie kann man noch so‘n Kindskopf sein
Wie ich mit dem halben Jahrhundert!
Doch ob man alt ist oder nicht
Steht nicht auf Hintern und Gesicht
Und deren Falten mit den Jahre n.
Mancher ist schon als Kind senil,
Und junge Greise kenn‘ ich viel,
Die längst schon mit Hut Auto fahren!
50? Ja, wohl schon –
Und immer noch Opposition!
Da ist so was wie Dankbarkeit.
Mit einem Lächeln seh‘ ich weit
Im Zeitraffer über mein Leben:
Das ist o. k. so, ja, ich denk‘
Die gute Fee hat ein Geschenk
An meiner Wiege abgegeben.
50? Ja, wohl schon –
Na, herzliche Gratulation.

Mehr von Reinhard Mey gibt es unter seiner Website http://www.reinhard-mey.de

An dieser Stelle sollen einige Bilder die Welt ein klein wenig bunter machen. Viel Spaß beim Betrachten der Bilder meiner Welt.

Erinnerungen

Meine Bilder vom World Trade Center

Ach Stuttgart... Du Schöne!

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Ein Kurzbesuch in Nürnberg - Mai 2011

Ein Lied, ganz allein für dich

Stefanie Werger

von Stefanie Werger - frei aus dem Österreichischen übersetzt

Die grosse Welt ist dir nie zu Füssn` g`legn`, vom grossen Kuchen hams` dir nie ein Stückerl gebn`, vom Schicksal warst du nicht grad` verwöhnt, wie oft bist du gegen dicke Mauern g`rennt. Du hast dich mit dem Minimum zufrieden gebn` und kannst für dich und and`re immer wieder g`rade stehn`. Hast lernen müssen wie man kalkuliert, hast soviel gebn` und hast so wenig z`rück g`riegt.

Des Lied ist ganz allein für dich und ich will, dass es die Einsamkeit zerbricht und dass es Dich, vielleicht a bisserl a`wärmt dann wirds im Dunkeln Licht. Für dich allein hab ich des g`schriebn` und schicks zu dir, weils soviel Menschen nicht verstehn`, und wann du spürst, dass da wer ist der an dich denkt, dann kannst im Finstern sehn`.

Früher hast du noch manches Türl` auf`bracht, da hat der Zorn dir noch Kraft gebn` und dich stark g`macht. Es braucht oft lang bis so ein Mensch kapituliert, doch mit der Zeit wird wohl jeder einmal müd`. Du hast ans` Leben nie grosse Forderungen g`stellt, nur dass es nicht schlimmer wird, dafür hast manchmal bet`. Dass keiner sehn` soll, wenn du aus Verzweiflung weinst und dass wer da ist wann du einmal nicht mehr kannst.

Des Lied ist ganz allein für dich und ich will, dass es die Einsamkeit zerbricht und dass es Dich, vielleicht a bisserl a`wärmt dann wirds im Dunkeln Licht. Für dich allein hab ich des g`schriebn` und schicks zu dir, weils soviel Menschen nicht verstehn`, und wann du spürst, dass da wer ist der an dich denkt, dann kannst im Finstern sehn`.

Letzte Änderung am Montag, 12. März 2012 um 12:14:48 Uhr.